Live on Stage: 2026-05-21 Russian Circles @ Technikum Muc

Kurz nach dem Einlass herrschte noch eine ruhige Atmosphäre. Nur wenige Besucher bewegten sich durch den Eingangsbereich, während aus dem Saal bereits hypnotische Klänge nach außen drangen. Nach und nach trafen einzelne Gäste ein und füllten den Raum langsam mit Leben.

Als Pelican schließlich ihr Set eröffneten, hatte sich der Saal bereits so weit gefüllt, dass es zunehmend schwieriger wurde, sich durch die Menge zu bewegen. Die Menschen richteten ihre erwartungsvollen Blicke auf die dunkle Bühne und lauschten der sanften Umbau Musik, die die Spannung weiter steigerte.

Sobald die ersten Töne erklangen, zog die Band das Publikum unmittelbar in ihren Bann. Pelican überzeugten allein durch ihre instrumentale Präsenz; das Mikrofon blieb bis auf wenige kurze Ansagen nahezu ungenutzt und wirkte eher wie ein Bühnenaccessoire. Die Zuhörer bewegten sich aufmerksam im Takt, ließen sich von den rhythmischen Wellen tragen und verzichteten fast vollständig darauf, ihre Handys zu zücken. Stattdessen standen Menschen im Mittelpunkt, die den Moment bewusst erlebten. Beim letzten Stück ließen ruhige Basslinien den Auftritt sanft ausklingen, während die Temperatur im Raum trotz des entspannten Mitwippens spürbar anstieg.

Im Anschluss war es Zeit für Russian Circles. Eine Person weniger auf der Bühne, dafür ein deutlich energischerer Start. Schon zu Beginn einzelner Songs ertönten begeisterte „Wow“-Rufe aus dem Publikum, doch im weiteren Verlauf blieb es bei konzentriertem Zuhören und gleichmäßigem Mitwippen.

Die Band verzichtete vollständig auf Ansagen – und brauchte sie auch nicht. Die Aufmerksamkeit aller Anwesenden lag ungeteilt auf den Instrumenten, die den Raum mit einer dichten, kraftvollen Atmosphäre erfüllten. Unterstützt wurde das Ganze von einer beeindruckenden Lichtshow, die die Dynamik der Musik perfekt unterstrich. Wer die Gruppe bereits mehrfach live erlebt hatte, konnte bestätigen, dass die visuelle Inszenierung mit der wachsenden Popularität der Band immer eindrucksvoller geworden war.

Der gesamte Abend entfaltete sich zu einem Konzerterlebnis, das sich kaum in Worte fassen ließ. Man musste es gesehen, gehört und vor allem den Bass körperlich gespürt haben, um die Intensität wirklich zu begreifen.

Bilder des Abends findet ihr wie immer in unserer Gallery.

Russian Circles

Pelican

Leave a reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *